Biberacher Musiknacht e.V.
 

Volles Rondell am Sonntagabend

(Text: Arthur Oehlcke; Fotos: Wolfgang Volz)

Obwohl das Wetter am Vormittag zunächst noch wenig Hoffnung auf ein lauschiges Open-Air- Konzert gemacht hatte, bot am Sonntagabend dann ein bestens gefülltes Stadtgartenrondell den Rahmen für einen Auftritt der Rock- und Metalband „Lakeside“ vom Bodensee. Die Band, die mit großem eigenem Fanclub angereist war, musste zunächst augenzwinkernd einen Irrtum aufklären: Entgegen den Ankündigungen des Veranstalters „Biberacher Musiknacht“ stammen sie nicht aus Konstanz, sondern aus Kressbronn – ein Lapsus, den sie jedoch großmütig verziehen. Unter dem Motto „Kein Schlager! Dafür Rock - Cover so nah wie möglich am Original“ legten sie dann unter Vollgas mit „Are You Gonna Be My Girl“ von Jet los.

  • Lakeside_1739
  • Lakeside_1658
  • Lakeside_1662
  • Lakeside_1674
  • Lakeside_1693
  • Lakeside_1703
  • Lakeside_1709
  • Lakeside_1737
  • Lakeside_1745
  • Lakeside_1684
  • Lakeside_1729

Mit Coverversionen u.a. von Linkin Park, Emil Bulls, Bon Jovi, Green Day und Ghost wurde das Rondell zum Rocken gebracht. Power-Frontfrau Leonie Schäffler trieb das Publikum mit unbändiger Energie an und wechselte sich beim Gesang mit Drummer Marcus Sorg ab. Dominik Schaal und Tim Armbruster lieferten sich Gitarrenduelle, während Amon Schmidt am Keyboard und Renée Magg am Bass das Grundgerüst des fetten Sounds stellten.

Auch wenn „Lakeside“ sich eindeutig zur härteren, rockigen Gangart bekennt, fanden sich trotzdem einige melodischere Stücke wie Roxettes „The Look“ oder „Jesus He Knows Me“ von Genesis im Programm. Mit „Wind of Change“ von den Scorpions ließen sie sogar eine Rockballade einfließen, zeigten jedoch mit „Junge“ und „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten und „An Tagen wie diesem“ von den Toten Hosen, dass sie sich durchaus auch in der deutschen Punkrockszene wohlfühlen.

Der Auftritt im Rondell reiht sich bei „Lakeside“ in eine Konzerttour ein, die ihr 10-jähriges Bühnenjubiläum markiert. Anfänglich im kleineren Umkreis unterwegs, erweiterte sich der Einzugsbereich der Band rasch auf überregionale Dimensionen. Auftritte bei Großveranstaltungen wie dem Friedrichshafener Seehasenfest sind inzwischen keine Ausnahme mehr. Dem Biberacher Publikum stellten sie sich bereits bei der Biberacher Musiknacht 2024 vor – ein Auftritt, an den sich Marcus Sorg gerne zurück erinnert. „Im Gemeindehaus St. Martin haben wir damals mit über 4 ½ Stunden unseren längsten Auftritt in der bisherigen Bandgeschichte gespielt. Ihr wart damals schon ein ein klasse Publikum, und heute wieder. Lakeside liebt Biberach!“



Das Publikum dankte ihm dieses Geständnis, indem es noch begeisterter mit der Musik mitging, tanzte und die Texte lauthals mitsang. Die Stimmung steigerte sich unaufhaltsam bis zum Schluss, und spätestens bei „Narcotic“ von Liquido hielt es fast niemanden mehr auf den Bänken: Das Rondell war zum hüpfenden Hexenkessel geworden. Das furiose Finale unter rauchmelderverdächtigem Einsatz von Bühnennebel verlangte dann Band und Publikum noch einmal die letzte Energie ab.

Angefeuert durch den frenetischen Schlussapplaus, legte die Band am Ende bereitwillig Nirvanas „Smells Like Teen Spirit“ sowie „Nothing Else Matters“ von Metallica als Zugabe nach und verabschiedete sich mit dem Wunsch, bald nach Biberach zurückkehren zu dürfen. Dem Jubel des Publikums nach zu schließen, beruht dieser Wunsch zu 100% auf Gegenseitigkeit.

Rondellkonzert 17.08.25 um 19 Uhr:    Lakeside - Feine Rock- und Metal-Covers vom Bodensee


Lakeside steht für handgemachte Rock- und Metal-Covers mit ordentlich Wumms – direkt vom Ufer des Bodensees auf die Bühne. 

Die sechsköpfige Band bringt Songs von Bon Jovi, Metallica, Volbeat, Linkin Park und vielen mehr – laut, ehrlich und mit richtig viel Spielfreude.
Mit treibenden Drums, fetten Gitarren, kraftvollem Gesang und dem richtigen Gespür für Stimmung wird jede Show zur Rockparty.

Mehr Infos unter


Die zugehörige Facebook-Veranstaltung findet ihr hier: https://fb.me/e/8NqzVm1r2

Hier gibt es den Überblick über alle Rondellkonzerte 2025.

Foto: Nicole Sorg